ventana mágica

2019.    Schaufensterausstellung innerhalb des Projekts entKOMMEN der Städtischen Museen Zittau gefördert von der Bundeskulturstiftung im Fond Stadtgefährten

 

Die Schaufensterausstellung zeigt Arbeiten venezolanischer KünstlerInnen und AktivistInnen, die sich auf verschiedene Weisen mit der Krise ihres Landes auseinandersetzen, die seit spätestens 2013 mit dem Tod des Präsidenten Chavez und dem Verfall des Erdölpreises eine Fluchtbewegung im Land auslöste. Mehr als 4 Mio. Menschen haben Venezuela bereits verlassen.  2019 gründete sich über Social Media in  Venezuela, Deutschland und Kolumbien die Künstlergruppe „La Junta“ (dt. Die Versammlung), um gemeinsam künstlerisch auf die sozial-politischen Missstände hinzuweisen. Nicht zuletzt, da die Auswirkungen der Fluchtbewegung aus dem Land bis in den Landkreis Görlitz reichen.

 

Die Schaufensterausstellung zeigt Arbeiten venezolanischer KünstlerInnen und AktivistInnen, die sich auf verschiedene Weisen mit der Krise ihres Landes auseinandersetzen, die seit spätestens 2013 mit dem Tod des Präsidenten Chavez und dem Verfall des Erdölpreises eine Fluchtbewegung im Land auslöste. Mehr als 4 Mio. Menschen haben Venezuela bereits verlassen.  2019 gründete sich über Social Media in  Venezuela, Deutschland und Kolumbien die Künstlergruppe „La Junta“ (dt. Die Versammlung), um gemeinsam künstlerisch auf die sozial-politischen Missstände hinzuweisen. Nicht zuletzt, da die Auswirkungen der Fluchtbewegung aus dem Land bis in den Landkreis Görlitz reichen.

 

parking day

2016.   Intervention

 

Jeden dritten Freitag im September findet seit 2005 der Parking Day statt. Weltweit werden Parkplätze auf städtischen Straßen für einen Tag besetzt, um sie anderweitig zu bespielen. Die Aktion soll darauf aufmerksam machen, dass die Stadt zum Großteil von Autos okkupiert wird. Und so pachten BürgerINnen und BewohnerInnen für einen Tag ein Stück öffentlichen Raum und errichten darauf, was immer ihnen in den Sinn kommt.

Mit dem Hausprojekt KunterBunte 19 realisierten wir in Leipzig vor der eigenen Haustür umstandslos eine "Kontaktlücke", die dazu einläd, mit der Nachbarschaft ins Gespräch zu kommen.

Der Stadtteil Altlindenau/ Leutzsch ist ein Paradebeispiel für die Entwicklung der Stadt. Hinzugezogene nutzen meist den Leerstand, um Hausprojekte zu gründen oder sich mit kleinen Läden in ihrer Selbstständigkeit zu versuchen. Diese wiederum treffen auf Alteingesessene Nachbarn. Was alle teilen: preiswerte Mieten auf angemessenem Raum.

Beim Haareschneiden, Essen, Trinken und Nähen, unterhält es sich gut. Und so wird nach Draußen verlegt, was sonst im Haus bleibt. Romantisch oder Realistisch? Die Idee, die Grenzen zwischen den nachbarschaftlichen Milleus aufzubrechen, kann das Miteinander fördern und doch tun sich persönliche Hürden auf, wenn "der Alki vom Eck" auf einmal plump einen Haarschnitt fordert.

 

kätzchen 507

2014.   Performance, Interventionen, Installation

              Zum Jubiläum "125 Jahre Künstlerkolonie Worpswede"

Eine Gruppe junger Frauen läuft rot gekleidet durch ein Künstlerdorf, von dem es heißt, es leide an Überalterung und niemand wolle dort unter 50 Jahren Kunst machen. Nach wie vor ist dieser Ort jedoch historisch gewachsen und renommiert für seine damals junge Kunst und die Beziehungsverstrickungen seiner Protagonisten. Und Heute? Wer lebt dort? Und welchen Stellenwert hat zeitgenössische Kunst?

 

Kätzchen 507 versteht sich als Künstlergruppe, Label, Unternehmen und Institution. Ein angemietetes Ladengeschäft wird zum Vermittlungsbüro für Kontakt, Kunst im öffentlichen Raum und Unruhe im Dorf. Ein Ort der Vernetzung, von dem alle weiteren performativen Aktionen ausgehen. Der Wochenmarkt wird mit merkwürdigen Produkten aufgemischt. Die Kätzchen laden zum Fütter-Dinner, Köpfe werden gekrault und Scheiben geknutscht. Das Kollektiv greift das städtische Pop-up Phänomen auf und allen Aktionen voran steht die farbe Rot.

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Velada Santa Lucia

2013.   Kunstfestival

 

Venezuela gilt als ein gefährliches Land, von dem das Auswärtige Amt abrät, es zu bereisen. Die Velada Santa Lucia ist ein internationales Kunstfestival in Maracaibo, Venezuela. Für zwei Wochen transformieren internationale KünstlerInnen die Calle del arte von einer gewöhnlich bewohnten Straße in eine Kunstmeile. BewohnerInnen öffnen ihre Haustüren und stellen ihre Privaträume für Kunstprojekte und Ausstellungen zur Verfügung. 2013 partizipieren auch 30 deutsche und venezolanische Studierende. Bespielt werden drei Räume einer Werkstatt, die für gewöhnlich zur Herstellung von Schildern und Pokalen dient. Das sonst als gefährlich eingestufte Viertel der Stadt, wird innerhalb der Festivalzeit zu einem Begegnungsraum, der auch als Schutzraum vor Überfällen dient. Im Gegensatz zum Alltag können hier auch nach Sonnenuntergang, soziale Kontakte auf öffentlicher Straße gepflegt werden, es wird ausgelassen getanzt und gefeiert und sich kennengelernt.

 

edificio occupado

2013.   Fotodokumentation

 

In Caracas, der Hauptstadt Venezuelas, herrscht Wohnraummangel. Ein ehemaliges Bürogebäude der Stadt gilt seit mehreren Jahren als besetztes Haus. Das Leben dort verkörpert ein realsozialistisches Experiment und wird vom Staat toleriert. LehrerInnen, MusikerInnen, Arbeitslose, LebenskünstlerInnen, RentnerInnen und Artisten leben dort. - Ein Dauerprovisorium, indem eigene Hirarchien, Freund- und Feindschaften das Zusammenleben der Bewohner bestimmen. Wer wohnt hier? Welche Alltagsstrukturen zeichnen sich ab? Über die Kinder, Papier und Farbe nahmen wir Kontakt zu einigen Familien auf. Sie laden uns in ihre Wohnungen ein und erzählen uns aus ihrem Leben. Entwickelt wurde eine fotografische Dokumentation, die fragmentarisch Alltagsszenen des Lebens vor Ort skizziert und der Wahrnehmung des ersten Eindrucks am fremden Ort nachgeht. Ausgewählte Fotografien aller Wohnungen wurden im Hausflur ausgestellt und eröffneten neue Begegnungen zwischen den BewohnerInnen.