Atmosphäre als vierte Dimension

Tony Robbin nähert sich in den 80er Jahren über seine Wandmalereien | Installationen dem Modell des Hyperraums (der vierten Dimension). Er beschreibt die 4. Dimension als etwas nicht sichtbares, vielmehr ist sie nur erfahrbar. Seine Arbeit beruht darauf, unser über Jahrhunderte gewachsenes Konzept von Raum in seinen drei Dimensionen (Höhe x Breite x Länge) zu hinterfragen, weil es seiner Meinung nach die heutige Komplexität, die Unstetigkeit und das Chaos der Welt nicht ausreichend begreifbar macht. Würden wir in einer Welt mit vierdimensionalem Raumkonzept aufwachsen, könnten wir mit unserem Bewusstsein diese Komplexität besser verstehen und genießen.

Seine Lösung spiegelt er in raumgreifenden Wandmalereien wider, die die Komplexität der vierten Dimension sichtbar werden lassen und die beitragen können, 4D-Wahrnehmung zu entwickeln.

Ich begreife das Phänomen der Atmosphäre als vierte Dimension. Als Entität, die nicht sichtbar, jedoch vor Ort erfahrbar ist, deren Wahrnehmung man schulen kann, indem man versteht:

wie Atmosphäre im Raum wirkt und

auf welche Weise wir sie erfahren können.

Es handelt sich für mich also um eine zusätzliche Dimension im Raum, die nur über das Empfinden zugänglich ist, die nicht durchdacht werden kann, um sie zu begreifen. (Eine gute Party versteht man nicht. -Man erlebt sie, indem die Stimmung vor Ort auf einen wirkte und individuelle Gefühle auslöste.)

Was mich also künstlerisch und wissenschaftlich beschäftigt, ist:

1. ein Bewusstsein für die Thematik der Wechselwirkung von Raum, Atmosphäre und Mensch zu stärken. die Gestimmtheit des Ortes wirkt auf unsere Stimmung; Unsere Stimmung schlägt sich nieder auf unseren Umraum)

2. Den unscharfen Begriff der Atmosphäre klarer zu definieren und zu etablieren und

3. Methoden zu entwickeln, Atmosphärenvermittler am | im Raum zu erfassen, bzw. intersubjektiv sichtbar werden zu lassen.

das Wie wird im kommenden Artikel geklärt werden.

 


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